Kalender 2027 – Bilder vom platten Land

Auch für das kommende Jahr gibt es wieder einen Kalender, diesmal mit dem Titel „Bilder vom platten Land“. Erhältlich ist der Kalender für 30,00 Euro pro Stück im Malerbetrieb Riekötter an der Bahnhofstraße 40 in Rheinberg zu den normalen Geschäftszeiten von 09:00 bis 17:00 Uhr und am Sonntag, 22. November (Totensonntag), von 11:00 bis 18:00 Uhr in „Armin Fischers kleine, feine Fotogalerie“, ebenfalls an der Bahnhofstraße 40. Auflage wieder nur 150 Stück. Wer zuerst kommt, malt…

Am 28.10.2026 berichtete die Rheinische Post im „Boten für Stadt und Land“, dem Lokal-Teil für Rheinberg, Xanten und Umgebung, über den neuen Kalender:

Wenn das platte Land zum Erlebnis wird

RP-Fotograf Armin Fischer lässt die Betrachter in seinem neuen Kalender für 2027 durch seine Kamera auf die Region blicken: Kunst, Alltag und Landschaft treffen aufeinander – und zeigen die Schönheit der Provinz.

Von Uwe Plien

Machen wir uns nichts vor: Wer am Niederrhein lebt, lebt in der Provinz. Der Unterschied zu früher dabei ist, dass Provinz kein Schimpfwort mehr ist und nicht als Makel empfunden wird. Es ist schön auf dem platten Land in Xanten, Sonsbeck, Alpen, Rheinberg oder Moers. Schön und vielseitig, keinesfalls langweilig. Der nächste Wald oder die nächsten Felder sind gleich um die Ecke, und wem das kulturelle Angebot oder die Einkaufsmöglichkeiten nicht reichen, der ist mit dem Auto dank der guten Anbindung in einer halben Stunde da, wo Shoppingmalls, Kinos und Ausgehmöglichkeiten sind.

Armin Fischer weiß das alles schon lange. Und er kennt das platte Land wie seine Fototasche. Seit Jahrzehnten sind Fischer und seine Ausrüstung, seine Kameras und seine Objektive, ein gutes Team. Fast 40 Jahre ist Fischer für die Rheinische Post am Start. Ob Kaffeeklatsch bei der Frauengemeinschaft oder Ministerbesuch, ob Laientheater oder Pflanzaktion beim Naturschutzbund, ob Baustellenreportage oder Einschulung an der Grundschule: Armin Fischer ist dabei und bildet das Leben in dieser quirligen, abwechslungsreichen und lebenswerten Provinz ab.

Das alles kommt ins Archiv, wird auf Festplatten gespeichert und ist gewissermaßen das fotografische Gedächtnis einer Region. Bei Armin Fischer kommt nix weg: Die Wahrscheinlichkeit, dass er ein Foto von 2002 oder 1998 oder von 2014 nicht findet, ist ziemlich gering.

Einmal im Jahr landen einige der Tausende Fotos, die er von Januar bis Dezember aufnimmt, in einem Jahreskalender. Ein Deckblatt, zwölf Monatsblätter und noch ein paar Extras für die allerletzte Seite, auf der der Fotograf sich stets auch in Worten äußert.

Die Kalendermacherei werde von Jahr zu Jahr schwieriger, schimpft Fischer, wenn er mit der neuen Ausgabe anfängt. Das sei garantiert sein letzter Kalender, behauptet er dann, weil alles ganz schrecklich sei. Ist natürlich Quatsch: Wer Fischer kennt, der kennt auch diese Marotten und versucht, den Meister aufzumuntern. Man kann es ja verstehen. Der Entstehungsprozess ist quälend. Das lange Suchen in den Archiven, dann die Eingrenzung auf 300 Fotos, dann dürfen es nur noch 100 sein, dann 50 … die Auswahl ist nicht leicht und wird mit jeder Eingrenzung langwieriger.

Aber es klappt. Jedes Jahr. Irgendwann kommt er dann mit seinem neuen Kalender um die Ecke und strahlt. Und alle freuen sich mit ihm. So wie jetzt auch. „Bilder vom platten Land“ ist die Losung für 2027. Vorne drauf: ein Strohrad auf einem abgemähten Feld. Im Hintergrund: Bäume und Sträucher, blauer Himmel und hingetupfte Wölkchen. Mehr Niederrhein geht nicht.

Und so marschieren wir mit Armin Fischer durchs kommende Jahr, dürfen mit ihm durch den Sucher gucken und sind ganz hin und weg. Im Januar im Xantener Dom mit Walskulptur, im Februar mit jecker Tanzgarde, im März mit einer Demo gegen Rechts, im April mit Kunst von Otto Pankok, im Mai ganz ausgelassen beim Dalmatiner-Tupfentag, im Juni ganz nah an den Weizenähren, im Juli auf der Amprion-Hochspannungsleitung, im August mit einem klugen Spruch dazu, warum Klügere nicht immer nachgeben sollten, im September kommt Bananensprayer Thomas Baumgärtel zu Ehren, im Oktober zwei weißbekittelte Juroren bei der Begutachtung eines Kaninchens, im November gibt’s einen schwarz-weißen Blick durch das Geäst einer alten Buche, die der Kettensäge zum Opfer fiel, und im Dezember beschließt eine idyllische Krippenlandschaft den Monatsreigen. Ganz zum Schluss lässt Armin Fischer alle, die seinen Kalender durchblättern, an seiner Leidenschaft „Motorrad“ teilhaben.

Fazit dieser bunten und gelungenen Bilderreise: Das Leben in der Provinz ist schön. Der neue Kalender von Armin Fischer macht in herausfordernder Zeit Mut und Freude. Das allein ist schon mehr, als man erwarten durfte. Und es ist ein guter Grund, sich dieses wunderbare Druckerzeugnis zuzulegen und in die Küche, in den Flur, ins Arbeits- oder Wohnzimmer oder sonst wohin zu hängen.

„Es wird von Jahr zu Jahr komplizierter, den Spagat zwischen Kitsch und guter Fotografie mit künstlerischem Anspruch hinzubekommen“, bekennt Fischer. Das mag ja alles sein. Aber der Spagat ist jedenfalls für 2027 geglückt. Und deshalb die Empfehlung: hinsetzen, durchblättern und froh sein, auf dem platten Land leben zu dürfen.

Vom Jahreskalender 2027 gibt es genau 150 Exemplare im DIN-A2-Hochformat. Stückpreis: 30 Euro. Erhältlich sind die Kalender im Malerbetrieb Riekötter an der Bahnhofstraße 40 in Rheinberg und am Sonntag, 22. November (Totensonntag), von 11 bis 18 Uhr in „Armin Fischers kleine, feine Fotogalerie“, ebenfalls an der Bahnhofstraße 40. An diesem Tag stellt Armin Fischer einige seiner Werke aus und lädt dazu herzlich ein.

Dankbar Von ganzem Herzen dankbar ist Armin Fischer seinem Freund Klaus-Peter Vogel, der ihm als kundiger Grafiker bei der Produktion des Kalenders wieder tatkräftig unterstützt hat.